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	<title>Mit dem Fahrrad in und um Köln &#187; Innenstadt</title>
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	<description>Ein Versuch!</description>
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		<title>Critical Mass in Köln am 30.7.2010</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 09:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Critical Mass]]></category>
		<category><![CDATA[Innenstadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der schönen Tour Ende Juni wird es am letzten Freitag im Juli auch wieder eine Critical Mass geben. Merkt Euch also bitte den 30. Juli 2010 und erscheint zahlreich! Treffpunkt ist um 17:30 Uhr am Aachener Weiher, auf dem Hügel am bunten Fahrradreifen &#8211; wird (hoffentlich) nicht zu übersehen sein. Generelle Infos darüber, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der <a title="CM Juni 2010" href="http://www.radfahren-in-koeln.de/2010/06/26/critical-mass-in-koln/" target="_self">schönen Tour Ende Juni</a> wird es am letzten Freitag im Juli auch wieder eine Critical Mass geben. <strong>Merkt Euch also bitte den 30. Juli 2010</strong> und erscheint zahlreich! <strong>Treffpunkt ist um 17:30 Uhr am Aachener Weiher</strong>, auf dem Hügel am bunten Fahrradreifen &#8211; wird (hoffentlich) nicht zu übersehen sein.</p>
<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_743" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2010/07/flyer-critical-mass.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-743 " title="Flyer Critical Mass Köln" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2010/07/flyer-critical-mass-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Flyer Critical Mass Köln</p></div>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Generelle Infos darüber, was eine Critical Mass eigentlich ist, gibt der <a title="Critical Mass bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Critical_Mass_%28Protestform%29" target="_blank">Wikipedia-Artikel</a>. Folgende Punkte sollten aber noch einmal gesondert hervorgehoben werden:</p>
<p style="text-align: left;">
<ul>
<li>Die Gruppe fährt <strong>auf der Fahrbahn</strong> auf einer Spur und hält sich an die  Verkehrsregeln, besondere <strong>Berücksichtigung des §27 StVO</strong> (geschlossener  Verband), auch in Bezug auf Lichtzeichenanlagen und Einmündungen (Wenn  die ersten Fahrzeuge eines Verbandes in eine Kreuzung eingefahren sind,  müssen die restlichen Fahrzeuge folgen, auch wenn die Ampel  zwischendurch auf &#8220;Rot&#8221; umspringt)</li>
<li>Die Gruppe bleibt kompakt und beisammen um durch den motorisierten  Verkehr nicht zerrissen zu werden.</li>
<li><strong>Alles bleibt friedlich</strong> und lässt sich durch aggressive Autofahrer  nicht provozieren. Der <strong>Verkehr wird nicht absichtlich gestört</strong>, es geht  nicht um Verkehrsbehinderung anderer, sondern darum, sich als  unmotorisierter Verkehrsteilnehmer ein Stück öffentlichen Lebensraumes,  die Straße, zumindest zeitweilig zurückzuerobern.</li>
<li>Das Motto lautet: <strong>Wir behindern nicht den Verkehr, sondern sind Verkehr</strong>!</li>
<li>In diesem Sinne auch: <strong>keine Angst vor der Polizei</strong>! Unsere Freunde und Helfer kennen -wie wir- die Verkehrsregeln und Gesetze genau <strong>und werden sich entsprechend kooperativ verhalten</strong>!</li>
<li>Es gibt keinen Organisator oder Anführer.</li>
<li>Die Geschwindigkeit bleibt moderat (ca.15 km/h).</li>
<li>Jeder der mitfährt ist natürlich für sich selbst verantwortlich.</li>
<li>Jeder Mitfahrer sollte insbesondere <strong>ein verkehrssicheres Fahrzeug  führen</strong> (intakte Beleuchtungsanlage, Bremsen, etc.</li>
</ul>
<p>Also: <strong>möglichst bunt, zahlreich, laut und gut gelaunt mitradeln</strong>!</p>
<p style="text-align: left;">
]]></content:encoded>
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		<title>Critical Mass in Köln</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 11:10:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Critical Mass]]></category>
		<category><![CDATA[Innenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Kölner Stadtteile]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzfristig, nämlich 2 Tage vorher, erreichte mich über ein paar Ecken die Information, daß am Freitag den 25.6.2010 eine Critical Mass in Köln stattfinden solle. Treffpunkt war die Wiese hinter Jacques Weindepot an der Aachener Strasse und ein Aufruf fand sich im Weblog der Fahrrad-Guerilla. Das Prinzip der Critical Mass möchte ich hier nicht detailliert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurzfristig, nämlich 2 Tage vorher, erreichte mich über ein paar Ecken die Information, daß am Freitag den 25.6.2010 eine <strong>Critical Mass in Köln</strong> stattfinden solle. Treffpunkt war die <strong>Wiese hinter Jacques Weindepot an der Aachener Strasse</strong> und ein Aufruf fand sich im <a title="Cycle or die!" href="http://cycle-ordie.blog.de/2010/06/11/naechster-termin-8784884/" target="_blank">Weblog der Fahrrad-Guerilla</a>.</p>
<p>Das Prinzip der Critical Mass möchte ich hier nicht detailliert erläutern, es gibt im Netz genügend Erklärungen, beispielhaft verweise ich auf den <a title="Critical Mass (Wikipedia)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Critical_Mass_%28Protestform%29" target="_blank">Wikipedia -Artikel</a>. Ich hatte die Idee für eine Critical Mass in Köln schon länger im Kopf (habe beispielsweise die Domains www.critical-mass-koeln.de und www.critical-mass-cologne.de registriert) und war in diesem Sinne sehr erfreut, daß es Gleichgesinnte gibt, die mir nun zuvor gekommen waren!</p>
<p>Ein Grüppchen am Treffpunkt war (ob einiger eindeutiger Plakate) schnell ausgemacht und nach einer kleinen Vorstellung ging es dann <strong>mit ca. 20 Radlern</strong> los. Viel Wohlwollen und Gejohle lösten wir bei unser kleinen Runde über die Wiese am Aachener Weiher bei Grillern und Fußballfans aus und letztlich schlossen sich noch ein paar Leute der Aufforderung &#8220;fahrt mit&#8221; an. <strong></strong></p>
<p><strong>Etwas über 30 Fahrräder rollten somit straßenverkehrsordnungskonform</strong> Richtung Kölner Ringe. Eine Route war nicht festgelegt worden, schließlich handelte es sich ja um eine Fahrradtour und nicht etwa um eine organisierte Demonstration, somit ergab sich der Fahrtweg von selbst. Wir hatten lediglich vereinbart, <strong>uns selbstverständlich an die Straßenverkehrsordnung zu halten</strong>, insbesondere in Bezug auf <a title="§27 StVO" href="http://bundesrecht.juris.de/stvo/__27.html" target="_blank">§27 StVO</a>. Dies gelang auch -bis auf ein unumsichtiges Wendemanöver- mit Bravour.</p>
<p>Einige Teilnehmer der Critical Mass machten mit Sprechchören durchaus auf ihre Gesinnung (&#8220;<strong>ob mit oder ohne Hut, Fahrrad fahren ist gut!</strong>&#8220;) aufmerksam. Auch dies darf man keinesfalls als etwa organisierte Demonstration werten. Ich hab übrigens auch -in Honoration der uns zujohlenden Fußballfans und Nachtschwärmer- &#8220;Go Spanien, go!&#8221; und &#8220;England verrecke&#8221;, sowie &#8220;<strong>Jogi Löw ins Amt für Straßen- und Verkehrstechnik!</strong>&#8221; gerufen! &#8220;Mann, was für tolles Wetter!&#8221; habe ich von Mitfahrern ebenso vernommen.</p>
<p>Die Critical Mass dauerte ca. eine Stunde und relativ <strong>schnell eskortierte uns ein Motorrad der Kölner Polizei</strong>, indem es uns brav (übrigens mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8 km/h) überall hin folgte.</p>
<p>Tatsächlich 100 Meter vor Ende unserer Tour wurden wir auf der Aachener Straße dann doch noch <strong>von einem Einsatzwagen der Polizei auf der Fahrbahn gestoppt</strong>. Zwei sehr <strong>freundliche Polizisten</strong> (der &#8220;Chef&#8221; hatte 4 Sterne) mutmaßten, daß wir ja sicherlich nur eine &#8220;unorganisierte Fahrradtour&#8221; unternommen hätten und wiesen uns -mit absoluter Berechtigung- darauf hin, <strong>daß bei einigen Teilnehmern der Tour die Beleuchtungsanlagen nicht in Ordnung wären</strong> und das das nächste mal 15.- Euro kosten würde. <strong>Dann wünschten sie uns eine gute Fahrt</strong> und wir ihnen einen schönen und ruhigen Abend, nicht ohne <strong>ausdrücklichen Gruß an den freundlichen Motorradpolizisten</strong> für die nette Begleitung.</p>
<p>Fazit: ein netter Abend und eine schöne Aktion mit freundlichen Menschen. Die anderen Verkehrsteilnehmer haben sich fast ausschließlich kooperativ verhalten, die meisten hupten, johlten und winkten uns freundlich zu, nur ein paar Taxen mußten Hektik verbreiten und die freitagabendlichen Vollgasproleten, die ihr Urlaubsgeld in Super bleifrei investieren, konnten wir wahrscheinlich zum Nutzen für die Allgemeinheit mal für ne Stunde vom Rasen über die Kölner Ringe abhalten <img src='http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Die <strong>Critical Mass soll in Köln zukünftig jeden letzten Freitag im Monat stattfinden</strong>. Bleibt zu hoffen, daß das wächst und gut funktioniert &#8211; auch wenn es regnet und wieder Winter wird. Vielen Dank also an die Iniatoren und <strong>einen besonderen Dank an die Kölner Polizei für das besonnene Verhalten</strong>. Und übrigens: genügend Critical Masses haben mit weitaus weniger als 30 Teilnehmern begonnen &#8211; insofern <strong>war der gestrige Abend ein voller Erfolg</strong>!</p>
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		<title>Strassenfest!</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 16:36:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutz]]></category>
		<category><![CDATA[Innenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Kölner Stadtteile]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Radwege]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt Situationen, die sich so grotesk entwickeln, daß man gar kein großer Sarkast sein muß, um sarkastisch zu werden. Und ja, ich gebe zu, manchmal habe ich große Lust, auf Ignoranz mit Korinthenkackerei zu antworten. Aber der Reihe nach: Nach einer sehr, sehr feinen 140 km Rennrad-Tour durch das Vorgebirge lies ich soeben die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Situationen, die sich so grotesk entwickeln, daß man gar kein großer Sarkast sein muß, um sarkastisch zu werden. Und ja, ich gebe zu, manchmal habe ich große Lust, auf Ignoranz mit Korinthenkackerei zu antworten. Aber der Reihe nach: Nach einer sehr, sehr feinen 140 km Rennrad-Tour durch das Vorgebirge lies ich soeben die restlichen Kilometer nach Hause ausrollen und befuhr die Siegburger Straße von Poll Richtung Deutz &#8211; selbstverständlich auf dem benutzungspflichtigen &#8220;Radweg&#8221;. An der Kreuzung <a title="Google Maps" href="http://maps.google.de/maps?f=d&amp;source=s_d&amp;saddr=50.93681,6.97161&amp;daddr=&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;mra=mi&amp;mrsp=0&amp;sz=21&amp;sll=50.936804,6.971603&amp;sspn=0.000315,0.000603&amp;ie=UTF8&amp;ll=50.936804,6.971603&amp;spn=0.000315,0.000603&amp;t=h&amp;z=21" target="_blank">Siegburger Str./Deutzer Freiheit</a> (hier ist der &#8220;Radweg&#8221; <strong>mittels Zeichen 241 beidseitig benutzungspflichtig!</strong>), einer meiner Meinung nach für den Radverkehr eh schon gefährlichen Kreuzung, befand sich -wohl wegen des auf der Deutzer Freiheit stattfindenden Strassenfestes und offensichtlich für den KFZ-Verkehr gedacht- eine <strong>halb aufgebaute Absperrung in der Kurve</strong>, die dem Radverkehr noch ganze 70 cm Platz ließ. <strong>In der Kurve, wohlgemerkt!</strong> Dies war ziemlich genau <strong>um 16:30 Uhr</strong>. Ich hatte diese Kreuzung allerdings heute Morgen bereits <strong>um 9:15 Uhr</strong> passiert und die Absperrung befand sich um diese Uhrzeit schon an gleicher -gefährlicher- Position.</p>
<div id="attachment_436" class="wp-caption aligncenter" style="width: 229px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2009/08/strassenfest01.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-436" title="Strassenfest Deutzer Freiheit" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2009/08/strassenfest01-219x300.jpg" alt="Strassenfest Deutzer Freiheit" width="219" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Strassenfest Deutzer Freiheit</p></div>
<p>Nun denn, normalerweise würde ich über so etwas vielleicht den Kopf schütteln, aber mich gar nicht sonderlich aufregen, geschweige denn einen Artikel schreiben, wenn nicht hinter der Kreuzung, <strong>ganze 5 Meter weiter (!) ein Mann vom <span style="text-decoration: line-through;">Ordnungsamt</span> Amt für Straßen- und Verkehrstechnik der Stadt Köln</strong> gestanden hätte. <a title="Amt für Straßen und Verkehrstechnik" href="http://www.stadt-koeln.de/buergerservice/adressen/00074/" target="_blank">Dies hier</a> sind deren Aufgaben.</p>
<p>&#8220;Da fragste mal nach&#8221; dachte ich mir: <em>&#8220;Entschuldigung, sind Sie vom Ordnungsamt?&#8221;</em>. <strong><em>&#8220;Nein, ich bin vom Amt für Straßen- und Verkehrstechnik&#8221;</em></strong>. <em>&#8220;Aber -salopp gesagt- Sie schreiben doch hier Knöllchen, oder?&#8221;</em>. <em><strong>&#8220;Ja!&#8221;</strong></em>. <em>&#8220;Was muß ich denn machen, damit die gefährliche Absperrung mitten in der Kurve auf dem &#8220;Radweg&#8221; dort entfernt wird?&#8221;</em>. <strong><em>&#8220;Wieso?&#8221;</em></strong>. Hier drehte sich der Dialog eine Zeit lang etwas im Kreis, denn Herr Mero, wie er sich etwas später vorstellte, verstand nicht so ganz, was mein Begehr war. Erst als ich mit <strong>&#8220;Zeichen 241&#8243;</strong>, <strong>&#8220;benutzungspflichtiger Radweg&#8221;</strong> und <strong>&#8220;Gefährdung&#8221;</strong> ein paar Schlüsselwörter in den Ring warf, nahm er mich wohl irgendwann als nüchtern und in ernster Absicht vortragend wahr. Die erste -von mir erwartete- Standardantwort war <strong>&#8220;da kommt man doch durch&#8221;</strong> (selbstverständlich fährt Herr Mero auch Fahrrad und zwar <strong>&#8220;weit mehr als sie denken&#8221;</strong>). Ein paar Momente später attestierte er aber immerhin: <strong>&#8220;dann hat die Absperrung wohl jemand verstellt&#8221;</strong>. Aha!</p>
<p>Die Absperrung wurde also von Bösewichtern verstellt und da kann das <span style="text-decoration: line-through;">Ordnungsamt</span> Amt für Straßen- und Verkehrstechnik natürlich nichts dafür. Jetzt erwähnte ich doch mal, daß die Absperrung bereits heute morgen <strong>gegen 9:15 Uhr</strong> exakt so gestanden hat und entsprechend <strong>in schlappen Sieben (7) Stunden es niemand geschafft hat, an diesem Zustand etwas zu ändern</strong>! Naja, wenigstens kam dann noch die grandiose Auskunft: <strong>&#8220;aber gestern Abend stand die Absperrung noch richtig, was kann ich dafür, wenn die jemand über Nacht verstellt?&#8221; </strong>Wieso würde ich wetten, <strong>daß hier gestern Abend aber auch gar nichts richtig stand?</strong></p>
<p>Herr Mero meinte, ich solle die 0221-221-32000 anrufen, er könne da nichts machen. Daß ich dort niemanden erreichte und nur eine Ansage hörte, daß man Mo-Fr (heute ist Samstag) von 7:00 bis 19:00 Uhr erreichbar ist, monierte ich natürlich (tatsächlich wurde mein Anruf aber wohl auf das Callcenter umgeleitet, die Nummer ist -offiziell- <a title="Stadt Köln - Falschparker melden" href="http://www.stadt-koeln.de/buergerservice/themen/auto/falschparker-melden/" target="_blank">tatsächlich bis 23:30 Uhr erreichbar</a>).</p>
<p>Ich begann nun, meine Fotos zu machen, was Herrn Mero dazu veranlasste, zu telefonieren. <strong>&#8220;Ich hab hier so nen Radfahrer, der meckert rum&#8221;</strong> und schließlich gab er mir sein Telefon. Ich hatte Frau Groß am Apparat, der ich die gefährliche Situation schilderte. Sie fragte nach meinem Namen und Telefonnummer (beides bekam sie selbstverständlich) und gab an, <strong>sie &#8220;werde das weiterleiten&#8221;</strong>.</p>
<p>Nun ja, ich bin sehr gespannt. Ich wollte nachher nochmal in die Stadt fahren und &#8211; warum sollte ich nicht einfach einen kleinen Umweg über Deutz machen? <strong>In diesem Sinne: Fortsetzung garantiert</strong> <img src='http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Ach so, <strong>ich wette, daß a) entweder gar nichts passieren wird</strong> oder aber zumindest <strong>keine für den Radverkehr sichere Lösung</strong> gefunden wird. Wer hält dagegen?</p>
<p>[Nachtrag 20:00 Uhr]:<br />
Wie mir der Flurfunk soeben berichtete, <strong>wurde die Absperrung nun wohl tatsächlich vom &#8220;Radweg&#8221; auf die Fahrbahn verfrachtet</strong>. Da hätte ich meine Wette also verloren <img src='http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sternfahrerei</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 01:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Innenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Mülheimer Brücke]]></category>
		<category><![CDATA[Sternfahrt]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegen 12:00 Uhr hatte ich mir selbst für die 2. Kölner Fahrrad-Sternfahrt eigentlich schon abgesagt, da es aus Eimern regnete und ich heute ganz sicher keine Lust auf Radfahren im Regen hatte. Gegen 13:00 Uhr habe ich überlegt, wenigstens mit der Bahn zum Roncalli-Platz zur Kundgebung zu fahren. Gegen 14:00 Uhr stand ich samt Fahrrad [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gegen 12:00 Uhr hatte ich mir selbst für die <a title="http://www.koelner-fahrrad-sternfahrt.de/" href="http://www.koelner-fahrrad-sternfahrt.de" target="_blank">2. Kölner Fahrrad-Sternfahrt</a> eigentlich schon abgesagt, da es aus Eimern regnete und ich heute ganz sicher keine Lust auf Radfahren im Regen hatte. Gegen 13:00 Uhr habe ich überlegt, wenigstens mit der Bahn zum Roncalli-Platz zur Kundgebung zu fahren. Gegen 14:00 Uhr stand ich samt Fahrrad am Treffpunkt Keupstr./B8, denn das Wetter meinte es doch noch gut mit uns und wartete mit einigen anderen auf die Sternfahrer aus Düsseldorf und Leverkusen, die uns dann auch gegen 14:30 Uhr passierten. Wir schlossen uns an und fuhren auf &#8220;heiligem Territorium&#8221;, nämlich der Fahrbahn (statt &#8220;Radweg!&#8221;) der B8, eskortiert von einem Polizei-Motorrad bis nach Deutz und dann über Deutzer Brücke und Heumarkt/Altstadt zum Roncalli-Platz. Übrigens toll, wie freundlich und gemäßigt Kraftfahrer ein Rudel Radfahrer überholen können, wenn diese von einem Motorradpolizisten begleitet werden <img src='http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p style="text-align: justify;">Die Forderungen der Organisatoren (<a title="Themen 2. Fahrrad Sternfahrt" href="http://www.koelner-fahrrad-sternfahrt.de/themen.html" target="_blank">hier einzusehen</a>) kann ich nur eingeschränkt teilen. Insbesondere <strong><em>&#8220;Radwege: Zustand verbessern, Sicherheit steigern (auch für AlltagsradlerInnen), von parkenden Autos freihalten&#8221;</em></strong> und <strong><em>&#8220;Fahrrad-Schutzstreifen vermehrt einrichten&#8221;</em></strong> lehne ich gar strikt ab. Natürlich nicht per se<em> &#8220;Sicherheit steigern&#8221;</em>, sondern dies im Zusammenhang mit <em>&#8220;Radwegen&#8221;</em>. Denn es muß deutlich werden, daß &#8220;Radwege&#8221; mitnichten mehr Sicherheit für Radfahrer bedeuten, ebensowenig wie Schutzstreifen, die letztlich nur Spurdenken und somit zu enges Überholen mit unangepaßter Geschwindigkeit durch Kraftfahrzeuge fördern.</p>
<p style="text-align: justify;">Anyway. Laut Polizei versammelten sich ca. 280 Fahrradfahrer auf dem Roncalliplatz, somit also wohl weniger als letztes Jahr, was vermutlich der Tatsache geschuldet war, daß das Wetter bis kurz vor Tourstart sehr bescheiden war &#8211; immerhin hatte auch ich im Geiste schon abgesagt. Es gab ein Rahmenprogramm in Form eines Chores der kath. Hochschulgemeinde und einer Sambagruppe, die aufspielten &#8211; sowie Stände der beteiligten Organisationen von Polizei bis hin zu Klimaverbänden. Der Fahrradbeauftragte der Stadt Köln, mit dem ich mich sehr gerne mal unterhalten hätte, war -wenn ich das richtig verstanden habe- wohl leider nicht anwesend.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider war recht nah vor der Bühne ein Sprinter aufgebaut, in dem die Technik (Mischpult, etc.) verbaut war und der somit den Blick (und auch die Akkustik!) auf die Bühne versperrte. Dies war wahrlich eine Barriere, die &#8220;unbeteiligte&#8221; hinderte, die Reden auf der Bühne zu verfolgen. Und Öffentlichkeit sollte für &#8220;unsere&#8221; Sache ja eigentlich ein Anliegen sein, es kann doch nicht verkehrt sein, möglichst viele Passanten vor dem Kölner Dom zu erreichen!</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe eine Videokamera dabei gehabt und zur Abwechslung mal einen kleinen, selbstverständlich subjektiven Film gemacht:</p>
<p style="text-align: justify;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://youtube.com/v/CWFhWK5Ci7g" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://youtube.com/v/CWFhWK5Ci7g"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Mein Fazit: ganz klar prinzipiell eine lobenswerte Veranstaltung, jedoch bin ich der Meinung, daß man <strong>ganz klare Ziele</strong> formulieren sollte, anstatt zaghaft runterzurattern, was im letzten Jahr für den Radverkehr (nicht) getan wurde. Auch müßte <strong>wesentlich mehr Öffentlichkeitsarbeit</strong> geleistet werden, die Presse breiter involviert werden, Prominente Mitstreiter gesucht werden und ich würde mir auch jemanden wünschen, der die Radfahrer eloquent und gerne <strong>auch ein bischen energischer</strong> auf der Bühne und in der Öffentlichkeit vertritt! In persönlichen Gesprächen habe ich die Kritik vernommen -und damit war auch ich gemeint-, daß in Köln ein jeder sein eigenes kleines Süppchen kocht: wir sollten schauen, daß daraus ein großer, schmackhafter Eintopf wird! In jedem Falle bleibt mir die Hoffnung, daß im nächsten Jahr aus einer feinen Veranstaltung <strong>eine großartige</strong> wird, denn die 3. Kölner Fahrrad-Sternfahrt wurde bereits angekündigt!</p>
<p style="text-align: justify;">Mein persönliches Highlight waren eigentlich die <strong>Gespräche mit Kölner Fahrrad-Aktivisten</strong> und Netzbürgern, insbesondere meinem Blog-Nachbarn <a title="www.radgefahren.de" href="http://www.radgefahren.de" target="_blank">Arne von radgefahren.de</a>, mit dem mich nicht nur eine ähnliche Frisur, sondern auch grundsätzlich ähnliche Einstellungen und auch Wellenlänge verbinden &#8211; auf eine gute Zusammenarbeit!</p>
<p style="text-align: justify;">Zu Dritt -<a title="Simon Kühn" href="http://blog.simon-kuehn.de/" target="_blank">mit Simon</a>- machten wir uns schließlich auf den Weg ins rechtsrheinische Köln, den wir noch eine Zeit lang gemeinsam absolvierten. Die Realität hatte die Idylle vom Anfang der Sternfahrt mittlerweile wieder eingeholt, als wir -in gewohnter Weise- von einem &#8220;freundlichen&#8221; Zeitgenossen im PKW angehupt wurden, weil wir den durch eine Baustelle verbauten &#8220;Radweg&#8221; als unzumutbar interpretierten.</p>
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		<title>Selbstversuch 2: Horrortrip zurück aus der Innenstadt</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 13:42:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Innenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[KVB]]></category>
		<category><![CDATA[Radwege]]></category>
		<category><![CDATA[Anzeige]]></category>

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		<description><![CDATA[Meiner Tour mit Trekkingrad von Köln-Mülheim zum Zülpicher Platz folgte auch eine abenteuerliche Rückfahrt. Die Kölner Ringe, eine gut besuchte Flanier-, Einkaufs-, Freß- und Feiermeile, sind sicherlich als eines der schikanösesten Fahrradabenteuer in der zivilisierten Welt bekannt. Ein 80 cm breiter, rot gepflasterter (schön rutschig, wenn es naß wird) &#8220;Radweg&#8221;, flankiert von Bäumen, Kübeln, Zeitungsautomaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Meiner Tour mit Trekkingrad <a title="Selbstversuch: Horrortrip in die Innenstadt" href="http://www.radfahren-in-koeln.de/2008/08/09/horrortrip/" target="_self">von Köln-Mülheim zum Zülpicher Platz</a> folgte auch eine abenteuerliche Rückfahrt. Die Kölner Ringe, eine gut besuchte Flanier-, Einkaufs-, Freß- und Feiermeile, sind sicherlich als eines der schikanösesten Fahrradabenteuer in der zivilisierten Welt bekannt. Ein 80 cm breiter, rot gepflasterter (schön rutschig, wenn es naß wird) &#8220;Radweg&#8221;, flankiert von Bäumen, Kübeln, Zeitungsautomaten und parkenden Autos &#8211; von herumirrenden Passanten ganz zu schweigen. Es braucht überhaupt kein Geschick, in einem der Straßencafés  einem Gast in voller Fahrt mit dem Ellenbogen seinen Kaffee aus der Hand zu schlagen. Wirklich! So sieht das dann aus:</p>
<div id="attachment_86" class="wp-caption aligncenter" style="width: 227px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-04.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-86" title="2008-08-09-ringe-04" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-04-217x300.jpg" alt="Eine benutzungspflichtige Fahrbahn!" width="217" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Eine benutzungspflichtige Fahrbahn!</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Muß ich wirklich noch über die Gefahren einer solchen &#8220;Fahrbahn&#8221; aufklären? Ich kann eigentlich glücklich sein, daß zu der Zeit (wie man ja auch sieht) nicht viel los war, ein bischen später ist es dort richtig voll. Links sieht man die parkenden Autos, von dort droht eigentlich stetig jemand über den &#8220;Radweg&#8221; zu hüpfen, ebenso die Passanten von rechts. Die Kraftfahrzeugführer auf der Fahrbahn sehen mich so gut wie nicht, denn ich bin als Radfahrer komplett aus ihrem Blickfeld verschwunden. Das bedeutet, daß ich die Rechtsabbieger an der nächsten Kreuzung ggf. richtig überrasche! Wer im Zweifelsfall wohl den kürzeren zieht?</p>
<p style="text-align: justify;">Wie steht das nochmal in der Verwaltungsverordnung zur StVO?: <strong>Voraussetzung für die Kennzeichnung als Radweg ist, daß er &#8220;ausreichend breit, befestigt und einschließlich eines Sicherheitsraums frei von Hindernissen beschaffen&#8221; ist</strong>. Aha!</p>
<p style="text-align: justify;">Aprospos &#8220;frei von Hindernissen&#8221;: es ist unfaßbar, daß es tatsächlich auch noch <span style="text-decoration: line-through;">Idioten</span> Zeitgenossen gibt, die auf solch einem Radweg als Geisterfahrer in die falsche Richtung unterwegs sind. Bei mir fast genauso beliebt sind übrigens die halb auf benutzungspflichtigen &#8220;Radwegen&#8221; aufgestellten Zeitungsautomaten:</p>
<div id="attachment_88" class="wp-caption aligncenter" style="width: 223px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-05.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-88" title="2008-08-09-ringe-05" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-05-213x300.jpg" alt="Was die Bild Zeitung von Radfahrern hält" width="213" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">BILD Dir Deine Meinung!</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Keine Angst, liebe Kölner und lieber Neven-Dumont Verlag: der Kölner EXPRESS kann das ebenso gut wie die BILD!</p>
<p style="text-align: justify;">Durch die Breite des &#8220;Radweges&#8221; war es natürlich unmöglich, andere Radfahrer sicher zu überholen, somit tuckerte ich also in etwas über Schrittgeschwindigkeit in einer Kolonne hinter einem Sandalen tragenden Herrn im besten Alter her, der stetig gefährlich aus der Spur kam und 2-3 mal fast wirklich einen  Passanten erwischt hätte. Vom zügigen Vorankommen konnte ich nur träumen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Höhepunkt des Tages bildete dann aber die Konfrontation mit einem Mitarbeiter der von mir eigentlich hochgeschätzten <a title="Kölner Verkehsrbetriebe" href="http://www.kvb-koeln.de" target="_blank">Kölner Verkehrsbetriebe (KVB)</a>. In Köln wird ja fleißig an den U-Bahn-Linien gebaut, so wird also auch der Ebertplatz umgebaut, aus diesem Grunde fahren für die Linien 16 und 18 ab Hansaring Ersatzbusse, die Linien 116 und 118. Und damit der Autoverkehr nicht behindert wird, wurden die Ersatzhaltestellen -richtig- flugs auf dem Radweg eingerichtet! Natürlich nicht, ohne den Verkehr durch ein Schild zu warnen:</p>
<div id="attachment_89" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-06.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-89" title="2008-08-09-ringe-06" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-06-300x204.jpg" alt="KVB Ersatzhaltestelle" width="300" height="204" /></a><p class="wp-caption-text">KVB Ersatzhaltestelle</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Wie man auf dem Bild sieht, wird der benutzungspflichtige Radfahrstreifen (Zeichen 237, Weg durch durchgezogenen Breitstrich (Zeichen 295) von der Fahrbahn abgetrennt) nicht umgeleitet. Zeichen 295 (&#8220;durchgezogene Linie&#8221;) darf übrigens schlicht und einfach nicht überfahren werden. Insofern ist also alleine die Einrichtung dieser beiden Haltestellen schon unzulässig.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Bus der Linie 118 stand also auf dem Radfahrstreifen und blinkte rechts, vermutlich um Fahrgäste einsteigen zu lassen. Ich verlangsamte meine Fahrt und hielt schließlich kurz in Höhe des aufgestellten Schildes &#8220;Radfahrer kreuzt&#8221; (Zeichen 138), um die Verkehrsituation zu erkunden. In dem Moment, als ich die Fahrt wieder aufnehmen wollte, <strong>schnitt mich ein Gelenkbus und verpaßte dabei mit dem rechten Außenspiegel um wenige cm meinen Kopf</strong> (ich bin 2m groß)! Der Bus, der die bereits mit einem Gelenkbus belegte Ersatzhaltestelle anfahren wollte, zog rücksichtslos in kompletter Länge nach rechts. <strong>Ich konnte einer Berührung nur durch Ausweichen nach rechts entgehen</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Erzürnt ob dieses Vergehens begab ich mich zur Fahrertür und fragte den Fahrer, <strong>ob er mir &#8220;den Kopf abfahren wollte&#8221;</strong>. Der sonnenbebrillte Mann mittleren Alters erwiderte, <strong>&#8220;ich hab Dich ja nicht getroffen&#8221;</strong>. Meine Nachfrage nach seinem Namen beantwortete er mit &#8220;da vorne steht die Nummer&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Vorfall wurde von mehreren Passanten wahrgenommen. Zwei Herren, die den Vorfall beobachtetet hatten (übrigens in der Annahme ich wäre tatsächlich getroffen worden, so knapp war das), boten sich ungefragt als Zeugen an.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe also sowohl &#8220;die Nummer&#8221; (ein DIN A-4 Zettel im Fenster), als auch das amtliche Kennzeichen des Busses sowie die Daten der Zeugen notiert <strong><span style="color: #000000;">und behalte es mir einfach mal vor, eine Anzeige zu erstatten</span></strong>. Nicht, daß ich ein Korinthenkacker wäre, aber irgendwann ist Schluß. Ich meine, von einem Busfahrer, der täglich die Verantwortung für  hunderte von Menschen übernimmt, erwarte ich einfach, daß er die einfachsten Grundsätze des gesunden Menschenverstandes und die Verkehrsregeln beherrscht. Teile des obigen Textes habe ich per Formular an die KVB mit Bitte um Stellungnahme geschickt. Mal schauen was passiert, vielleicht kann man seine Angestellten ja auch mal nachschulen.</p>
<p style="text-align: justify;">Da fällt der nächste KVB Busfahrer, den ich an einer Bushaltestelle (während er rechts blinkte) überholte und der dann ohne zu gucken nach links zog, als ich in der Höhe des Cockpits war, eigentlich kaum noch ins Gewicht &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Immerhin: eine einfache Fahrt von hin und zurück 17,5 km kann wirklich Nervenkitzel bereiten!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Selbstversuch: Horrortrip in die Innenstadt</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Aug 2008 13:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Baustellen]]></category>
		<category><![CDATA[Innenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Radwege]]></category>
		<category><![CDATA[Zoobrücke]]></category>
		<category><![CDATA[KStA]]></category>

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		<description><![CDATA[In Köln-Mülheim wohnend fahre ich nicht wirklich oft in die Innenstadt. Meine Wege führen mich meist eher nach Hürth oder Ossendorf, bzw. auf Rennrad-Tour ins Bergische Land. Heute wollte ich in einen Computerladen am Zülpicher Platz und nutzte die Gelegenheit, einmal eine ganz normal Fahrt mit dem Trekkingrad von Mülheim zum Zülpicher Platz zu dokumentieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In Köln-Mülheim wohnend fahre ich nicht wirklich oft in die Innenstadt. Meine Wege führen mich meist eher nach Hürth oder Ossendorf, bzw. auf Rennrad-Tour ins Bergische Land.<br />
Heute wollte ich in einen Computerladen am Zülpicher Platz und nutzte die Gelegenheit, einmal eine ganz normal Fahrt mit dem Trekkingrad von Mülheim zum Zülpicher Platz zu dokumentieren. Ich nahm mir vor, exakt und ausschließlich nach den Verkehrsregeln zu fahren, also z.B. benutzungspflichtige Radwege in jedem Falle zu benutzen, Umleitungen an Baustellen genau zu befolgen, etc. Der Weg ist zwischen 8 und 9 km lang, das ist eine Strecke, für die ich normalerweise ca. 15 Minuten benötige.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich fuhr nicht über die Mülheimer Brücke (über ich die ich hier ganz sicher auch noch berichten werde), sondern nahm die Zoobrücke. Der &#8220;Kölner Stadtanzeiger&#8221; <a title="KStA Artikel" href="http://www.ksta.de/html/artikel/1217410450711.shtml" target="_blank">berichtete bereits am 8. August</a> über die geplante (und sicherlich benötigte) Sanierung der Rampe zum Rheinufer linksrheinisch und Simon Müller schreibt in seinem Artikel auch, daß &#8220;diese Baustelle schon Probleme macht, bevor sie eingerichtet wird&#8221;, aber wenigstens auch: &#8220;Immerhin bleibt den Autofahrern das Schlimmste erspart&#8221; <strong>Richtig! Das Schlimmste erfahren nämlich die Radfahrer</strong>, die die Zoobrücke passieren möchten. Ich habe mal einige Fotos gemacht, lustigerweise zeigt <a title="KStA" href="http://www.ksta.de/ks/images/mdsBild/1217409194466l.jpg" target="_blank">das Foto des KStA</a> das Elend eigentlich auch schon ganz gut.</p>
<p style="text-align: justify;">Mein Weg führt mich also über den &#8220;Radweg&#8221; der Zoobrücke bis zur an sich schon unverschämten Haltebucht für Kraftfahrzeuge, die mich normalerweise kurzfristig (erlaubt?) auf den Gehweg leitet. Auf den Radweg zurück geht es allerdings nicht, den dieser ist nun mit einer Barke versperrt. Darüber das Schild mit der Ankündigung der Großbaustelle ab dem 11.8.2008. Geht man davon aus, daß das Foto des KStA am 7. August enstand, <strong>wird der Radverkehr also satte vier Tage unnötigerweise behindert! </strong><span style="color: #808080;">[edit: das Foto wurde schon in einem Artikel der gedruckten Ausgabe des KStA vom 6. August benutzt, d.h. der Radverkehr auf der Zoobrücke wurde <strong><span style="color: #000000;">mindestens sechs Tage unnötig und sinnlos verhindert</span></strong>!]</span><strong><br />
</strong></p>
<div id="attachment_22" class="wp-caption aligncenter" style="width: 241px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-zoobruecke-01.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-22" title="2008-08-09-zoobruecke-01" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-zoobruecke-01-231x300.jpg" alt="Schikane auf Kölner Zoobrücke" width="231" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Schikane auf Kölner Zoobrücke</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Der Gehweg rechts ist nun nach dem Baustellenschild also als gemeinsamer Fuß- und Radweg ausgeschildert (Zeichen 240) und war durch die vorhergehende Rampe an der Haltebucht auch recht vernünftig zu erreichen. Zeichen 254 macht mir zusätzlich klar, daß die Fahrbahn links Tabu ist:</p>
<div id="attachment_23" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-zoobruecke-02.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-23" title="2008-08-09-zoobruecke-02" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-zoobruecke-02-225x300.jpg" alt="Das Baustellenschild auf der Zoobrücke" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das Baustellenschild auf der Zoobrücke</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Flott geht es also auf dem umfunktionierten Gehweg weiter Richtung Etappenziel linke Rheinseite. Eine Wahl gibt es nicht, die Zoobrücke ist eine Schnellstraße und Rad- und Gehweg führen also rechts die Rampe runter. Normalerweise. Zur Zeit allerdings nicht, denn der &#8220;Radweg&#8221; wird jäh durch Zeichen 237 mit Zusatz &#8220;Ende&#8221; beendet. Ich bin alles andere als ein Jurist, aber ich habe die StVO so verstanden, daß es nicht &#8220;Radweg Ende&#8221; heißen kann, wenn gar kein &#8220;Radweg&#8221; ausgewiesen war (sondern ein kombinierter Rad- und Gehweg).</p>
<div id="attachment_24" class="wp-caption aligncenter" style="width: 232px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-zoobruecke-03.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-24" title="2008-08-09-zoobruecke-03" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-zoobruecke-03-222x300.jpg" alt="Und wohin nun?" width="222" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Und wohin nun?</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Anyway. Rechts geht ein Fußweg hinunter und das &#8220;Radweg Ende&#8221; soll wohl verhindern, daß ich den Fußweg benutze. Was den Herrn vor mir wohl offensichtlich nicht wirklich stört. Würde 15.- Euro kosten, soweit ich weiß. Meiner Meinung nach auch zu Recht &#8211; ich zumindest halte nichts davon, wenn Menschen über 12 auf Gehwegen radeln.<br />
Fakt ist aber auch, daß der ursprüngliche Radweg wiederum mit einer Barke gesperrt und ein weiteres Zeichen 254 (Durchfahrt für Fahrräder verboten) die Weiterfahrt verhindert. <strong>Was also tun?</strong> Das ist zumindest das, was ich die Verantwortlichen gerne mal fragen würde. <strong>Das ist als würde man mitten auf der Autobahn eine Mauer aufbauen</strong> und den PKW-Insassen sagen, &#8220;schieben Sie ihr Fahrzeug links dran vorbei&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Absteigen und schieben werde ich nicht, schließlich führe ich ein Fahrzeug. Rechts den Fußweg darf und will ich nicht benutzen. Zurück und eine andere Route auswählen darf ich auch nicht, sonst bin ich Geisterfahrer. Links auf die Fahrbahn ist schwer, schließlich muß ich dafür die kleine Leitplanke überwinden. Gottlob bin ich halbwegs fit und unversehrt, man stelle sich jetzt mal eine Mutter mit Kinderanhänger, eine Oma mit Gehschaden oder einen Behinderten mit Handbike vor. <strong>Ja, auch solche Menschen fahren Fahrrad!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe mich letztlich für den Weg über die Fahrbahn links entschieden, was diesem Artikel eine weitere Kuriosität des &#8220;Radweges&#8221; ein paar Meter weiter (noch) ersparte. Mal abwarten, die Rampe wird ja wohl umgebaut.</p>
<p style="text-align: justify;">Einen habe ich aber noch, denn wenige Meter vor diesem Engpaß hängt (wohl seit eh und je) ein Schild, daß in seiner Einzigartigkeit kaum zu überbieten ist:</p>
<div id="attachment_29" class="wp-caption aligncenter" style="width: 228px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-zoobruecke-04.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-29" title="2008-08-09-zoobruecke-04" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-zoobruecke-04-218x300.jpg" alt="Wir erfinden unsere eigenen Verkehrsregeln!" width="218" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Wir erfinden unsere eigenen Verkehrsregeln!</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Über das Zusatzschild &#8220;Radfahrer absteigen&#8221; (Zeichen 1012-32) gibt es recht interessant Ausführungen, ich möchte hier auf die <a title="Radfahrer absteigen" href="http://bernd.sluka.de/Radfahren/absteigen.html" target="_blank">Ausführungen von Bernd Sluka</a> verweisen, der das fundierter erläutern kann als ich. Im Prinzip kann man sagen, daß es überall dort in Erscheinung tritt, wo jemand nicht will, daß dort Fahrrad gefahren wird. Wer dieser Jemand alles sein darf, kann (und will) ich mir beim besten Willen nicht vorstellen &#8211; zumindest habe ich die Kombination mit Zeichen 114 tatsächlich noch nie gesehen.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Ignorieren&#8221; und mit Vorsicht weiter fahren war wohl die sinnvollste Lösung.</p>
<p style="text-align: justify;">Linksrheinisch ging es für Kölner Verhältnisse erstmal normal weiter. &#8220;Normal&#8221; heißt über die &#8220;Radwege&#8221; zickzack durch flanierende Zoobesucher, Geisterradler, an auf dem &#8220;Radweg&#8221; parkenden Autos und Fahrrädern vorbei.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Hansaring wartet dann mit einem &#8220;Schutzstreifen&#8221; auf. <strong>Fragt sich nur: wer soll hier geschützt werden?</strong> Ich habe nicht nachgemessen (mach ich später mal, ich wollte ja auch mal ankommen), aber ca. einen Meter räumt man mir also ein (ich bin ca. 75 cm breit und wie jedes einspurige Fahrzeug halte ich nicht perfekt die Spur). Rechts von mir parkende Autos, deren Türen jederzeit aufgehen können und zu denen ich prinzipiell immer einen Sicherheitsabstand einhalten sollte und links von mir KFZ, die mit durchgedrücktem rechten Fuß in ihrer Spur an mir vorbeirauschen, natürlich ohne einen Sicherheitsabstand, den sie eigentlich einhalten müssen. <strong>Nein, sie fahren ja in ihrer Spur!</strong>. &#8220;Schutzstreifen&#8221; schützen nicht, sondern sie schüren Spurdenken. Diese paar Meter waren defintiv Nervenkitzel, den ich mir sonst auf der rechten Fahrbahnspur ganz einfach gespart hätte &#8211; aber ich wollte die Verkehrsregeln ja pedantisch befolgen.</p>
<p style="text-align: justify;">Kleine Anekdote: die nächste Straßensperre war auch bald gefunden:</p>
<div id="attachment_38" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-01.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-38" title="2008-08-09-ringe-01" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-01-300x204.jpg" alt="Straßenblockade 1" width="300" height="204" /></a><p class="wp-caption-text">Straßenblockade 1</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Da stand es also, daß nächste &#8220;Radfahrer absteigen&#8221; in einer neuen Kombination. Daß das Zusatzschild unter das Verkehrsschild gehört &#8211; Schwamm drüber! Und daß diese Konstruktion <strong>einfach mitten auf den benutzungspflichtigen Radweg gepflanzt wurde</strong> &#8230; was soll man denn noch erwarten?</p>
<p style="text-align: justify;">Immerhin, ich weiß jetzt, wer sich in Köln diese feinen Straßenschildkombinationen ausdenken darf:</p>
<div id="attachment_39" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-02.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-39" title="2008-08-09-ringe-02" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-02-300x225.jpg" alt="Straßenblockade 2" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Straßenblockade 2</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Die Jungs brauchten vielleicht nen Parkplatz für ihre Baumaschine, da kann man den Radweg ja gerne mal sperren. Immerhin nicht viel weiter gab es die nächste Blockade, dieses mal gänzlich ohne den Mißbrauch von Verkehrszeichen:</p>
<div id="attachment_40" class="wp-caption aligncenter" style="width: 225px"><a href="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-03.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-40" title="2008-08-09-ringe-03" src="http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2008/08/2008-08-09-ringe-03-215x300.jpg" alt="Straßenblockade 3" width="215" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Straßenblockade 3</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Die Bauarbeiter dieser Baustelle meinen also, daß ich -ohne abzusteigen- mich durch den 30 cm breiten Engpaß zwängen kann. Nein, der Herr im Bild macht den zugemuteten Stunt ja vor. Meine Schwester mit ihrem Kinderanhänger samt zwei Kleinkindern, was würde sie jetzt nochmal tun? Und außerdem: wo mögen sich wohl die Fußgänger fortbewegen?</p>
<p style="text-align: justify;">Um es ganz deutlich zu sagen: ich würde solche Wege normalerweise schlichtweg nicht fahren, sondern sie weitestgehend vermeiden, <strong>selbst wenn ich sie offiziell fahren muß</strong>. Es ist vollkommen klar, daß man in Köln als Fahrradfahrer ganz offensichtlich als Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse gilt, anders sind diese Schikanen auf einem 8 km langen Weg nicht zu erklären. Und falls es nicht klar sein sollte: die Radwegebenutzungspflicht soll <strong>die Fahrradfahrer schützen</strong> und nicht den KFZ-Verkehr vom Ballast befreien &#8211; so steht es zumindest im Gesetz.</p>
<p style="text-align: justify;">Sollten die Menschen, die diesen Unsinn verzapfen, diese Zeilen einmal lesen, kann ich ihnen -was Baustellen angeht- die sehr informative Broschüre &#8220;<a title="Baustellenabsicherung" href="http://www.muenster.de/stadt/stadtplanung/pdf/Broschuere_Baustellen_web.pdf" target="_blank">Baustellenabsicherung im Bereich von Geh- und Radwegen</a>&#8221; empfehlen. Wenn in Köln nur die Hälfte dessen, was dort berichtet wird, durchgeführt werden würde, dann wären viele Baustellen für Fahrradfahrer schon mal sinnvoller und sicherer.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich erreichte mein Ziel schließlich (gesund, immerhin!) in guten 25 Minuten (reine Fahrzeit ohne die Fotopausen), das sind ca. 10 Minuten länger als üblich. Ich wette: würde der Autoverkehr behindert, dann wäre der Aufschrei groß.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Rückfahrt gestaltete sich abenteuer- und ärgerlich, hier spielten die Kölner Verkehrsbetriebe eine nicht unerhebliche Rolle. Davon berichte ich morgen.</p>
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